Leistungen für Patienten, Fallbeispiel 10

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Patient: weiblich, 58 Jahre

Vor ca. 1 Jahr wurde eine kombiniert herausnehmbare Arbeit mit einer Frontzahnbrücke entfernt. Die Patientin erhielt eine totale Interimsversorgung, die entsprechend den Resorptionen unterfüttert wurde.

Nachdem die Patientin noch nicht wußte, ob Sie eine implantologische Fixierung der totalen Prothese benötigte, entschied Sie sich nach ca. einem Jahr Erfahrung mit dem Ersatz für 4 Implantate im Oberkieferfrontzahnbereich. Im Unterkiefer war sie bereits implantologisch versorgt.

Im Unterschied zum Unterkiefer werden im Oberkiefer die Implantate mit einem Steggelenk eingesetzt. Eine Steg-Geschiebe-Versorgung ist aufgrund der Resilienz im posterioren Anteil nicht angezeigt. Daher werden die beiden äußeren Implantate mit einem 3 bis 4mm großen interimplantären Abstand gesetzt. Entscheidend ist, daß das Steggelenk mit der Schanierachse der beiden Kondylen vergleichbar ist. Entsprechend der Resorption des Oberkiefers können die Implantate in ihrer Position nicht auf einem elipsoiden Bogen entsprechend der Oberkieferform gesetzt werden. Es sollten die Implantate parallel positioniert sein, um die Sekundärteile in ihrer Kompensation der Achsenrichtung nicht zu überfordern. Die vestibuläre frontale Konvexität des Oberkiefers macht eine mehr palatinale Achsenrichtung notwendig. Sie soll aber nicht zu sehr extendiert werden, damit eine prothetische Versorgung der Implantate nach wie vor möglich ist.

In der Einheilphase der Implantate darf keine Druckbelastung erfolgen. Das wird dadurch erreicht, daß die Prothese ausgeschliffen und durch weichbleibendes Material unterfüttert wird.

Nach ca. einem 1/4 Jahr werden die Implantate eröffnet, Abdruck genommen und im Labor der Steg gefertigt. Mit dem Abdruck der Implantate wurde gleichzeitig ein Funktionsabdruck genommen, so daß parallel dazu eine totale Prothese hergestellt werden konnte. Bei der Wachsaufstellung wurde der fertige Steg über die Implantate geschraubt und in einen weiteren Funktionsabdruck einbezogen. Die totale Prothese mit Metallbasis konnte dadurch über den Steg gearbeitet werden. Der Stegreiter wurde gleichzeitig eingelötet.

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