Leistungen für Patienten, Fallbeispiel 13

zurück zur Übersicht der Fallbeispiele

Patient: weiblich, 28 Jahre

Nach fehlgeschlagener Wurzelkanalbehandlung und Wurzelspitzenresektion wurde der Zahn 22 alio loco entfernt. Die Patientin konnte sich lange nicht zu einer Versorgung entschließen, so daß eine erhebliche Atrophie eingetreten ist. Bei der präimplantologischen Diagnostik war zu erkennen, daß ein großes horizontales Knochendefizit eingetreten war, was mit Hilfe einer Augmentation kompensiert werden mußte.

Nach trapezförmiger Eröffnung des Alveolarfortsatzes mit palatinaler Schnittführung stellt sich ein hochatropher Kieferabschnitt dar. Nach Anpassung der prothetisch korrekten Implantatposition wird aus dem Implantatbett mit einem Hohltrepan ein Bohrzylinder entnommen, der als knöchernes Augmentat verwendet wird. Die restlichen knöchernen Anteile werden aus dem retromolaren Bereich entnommen. Mit einem Bone-Collector (Fa. FRIADENT, Mannheim) wird die restliche Spongiosa bei der Erweiterung des Implantatbettes aufgefangen. Zur besseren Ernährung des Augmentates wird mit dem Bohrer für die FRIOS-Nägeln (Fa. FRIADENT, Mannheim) die Spongiosa eröffnet. Ein FRIALIT-2 Implantat (Fa. FRIADENT, Mannheim) mit 3,8mm Durchmesser und 15mm Länge wird eingesetzt. Das Implantat fenestriert ca. 3/4 der Gesamtlänge. Trotz der geringen Knochendicke hat das Implantat eine hohe primäre Stabilität, so daß an einer Integration des Implantates kein Zweifel besteht.

Die Knochenchips werden nun auf das Implantat plaziert und mit Titanmesh (Fa. Leibinger, Freiburg) abgedeckt. Das entsprechend des Augmentates zurechtgeschnittene

Titanmesh wird mit Schrauben fixiert und nach Mobilisation der Mukosa spannungsfrei vernäht.

Die Patientin verzichtete in diesem Fall auf eine Interimsversorgung. Nach ca. einem 1/4 Jahr wird das Titanmesh mit gleicher Incision wie die des implantologischen Eingriffes wieder eröffnet und entfernt. Ein Gingivaformer wird eingeschraubt und die Wunde vernäht. Nach Ausheilen der Mukosa, ca. 14 Tage nach Entfernung des Titanmesh wird der Abdruck genommen und die Krone im Labor hergestellt. Es wird eine horizontal verschraubte Krone eingesetzt. Der Alveolarfortsatzes hat sich dauerhaft in der gewonnen Dicke stabilisiert.

zurück zur Übersicht der Fallbeispiele