Leistungen für Patienten, Fallbeispiel 18

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Patient: männlich, 64 Jahre

Der Patient trägt seit ca. 10 Jahren eine totale Prothese im Oberkiefer. Im Gegenkiefer ist er teilweise bezahnt und trägt einen kombiniert herausnehmbaren Zahnersatz. Sein Wunsch bestand darin, eine festsitzende Versorgung im Ober- und Unterkiefer eingegliedert zu erhalten.

Im Unterkiefer konnte seinem Wunsch entsprochen werden. Im Oberkiefer ergaben sich etliche Kontraindikationen. Eine feste Versorgung hätte nur mit Hilfe einer Sinusbodenelevation vorgenommen werden können. Nach Konsultation des HNO-Arztes aber bestand durch eine therapieresistente Sinusitis, die wiederholt operativ angegangen war, eine Kontraindikation zur Sinusbodenelevation. Weiter kam erschwerend hinzu, daß der Kieferkamm in vertikaler und horizontaler Richtung soweit abgebaut war, daß mit dem Ersatz eine Weichteilstützung der Lippe und der Subnasalregion notwendig war. Die Ausgangssituation war somit implantologisch nur dann gaumenfrei zu gestalten, wenn eine ausreichende Anzahl der Implantate präsinusidal eingesetzt werden konnte. Es wurden IMZ-Implantate eingesetzt mit einer Länge von 13mm, teilweise 10mm und einem Durchmesser von 4,0mm (Fa. FRIADENT, Mannheim).

Nach ca. 10 tägiger Prothesenkarrenz, solange wie die Nähte noch nicht entfernt waren, wurde eine weichbleibende Unterfütterung (Viscogel, Fa. De Trey, Wiesbaden) des Oberkiefer vorgenommen. Nach ca. 4 Monaten wurden die Implantate freigelegt, Abdruck genommen und im Labor ein titangegossener Steg für die Verblockung der Implantate im Frontzahnbereich eingesetzt. In den Titansteg wurden zwei Riegelöffnungen eingearbeitet, so daß eine gaumenfreie riegelgetragene herausnehmbare Versorgung eingegliedert werden konnte. Mit einer entsprechenden Stützung der Lippe war ein für den Patienten zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen.

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