Leistungen für Patienten, Fallbeispiel 4

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Patient: weiblich, 36 Jahre

Aufgrund parodontalen Abbaus mußten die Zähne 11 und 12 entfernt werden. Die Ausgangssituation erlaubte es nicht eine Sofortimplantation vorzunehmen, da parodontal starke entzündliche Veränderungen zu verzeichnen waren.

Ein zweizähniger herausnehmbarer Interimsersatz wurde eingesetzt und eine verzögerte Sofortimplantation angeschlossen. Entsprechend den korrespondierenden Nachbarzähnen wurden Implantate (FRIALT-2 Implantatsysteme, Fa. FRIADENT, Mannheim) in regio 11: 5,5mm Durchmesser, 15mm Länge in regio 12: 4,5mm Durchmesser und 15mm Länge eingesetzt. Der Alveolarfortsatz wurde aufgebaut. Als Aufbaumaterial wurde eine Mischung aus Knochen und BIO-OSS (Fa. Geistlich, Wolhusen) gewählt. Mit Hilfe eines Hohltrepans (Fa. Brasseler, Lemgo) wurde ein Knochenzylinder aus dem Knochenfach gewonnen, der zusätzlich zu den Knochenspänen, die zusammen mit dem aus dem Bone-Collector (Fa. FRIADENT, Mannheim) gewonnenen Knochenspäne den Implantaten direkt aufgelagert wurden. Die restlichen Späne wurden mit Eigenblut mit dem BIO-OSS vermischt. Der Aufbau wurde mit einer Vicrylmembran (Fa. Ethicon, Norderstedt) abgedeckt. Es handelt sich hierbei um eine resorbierbare Membran. Der Grund, diese Membran zu nutzen, bestand darin, keine weiteren Narbenzüge bei der Reentry-Operation zu hinterlassen.

Nach Eröffnung und Abheilung der Mukosa wurde der Abdruck genommen und zwei einzelne provisorische Kronen aus Kunststoff hergestellt. Nach Ausformung der Weichgewebspapille, ca. 1/2 Jahr später, wurde eine neue Abformung zur Herstellung der endgültigen horizontal verschraubten Galvanokronen genommen.

Als Differentialtherapie käme hier nur eine Brückenversorgung in Frage, die zwei kariesfreie Nachbarzähne einbezogen hätte.

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